Die legendären Schweizer Landeskarten haben den Künstler Uwe Walther auf Anhieb fasziniert und inspiriert. Der im internationalen Vergleich unerreichte Detailreichtum und die einzigartige zeichnerische Qualität der Karten bilden die Basis seiner Werke. 

Er setzt die im Handel erhältlichen Karten zusammen, liest sie, schmeisst das Kopfkino an und stellt sich vor, wie es dort aussieht. Dabei transferiert er die objektive, technisch-wissenschaftliche, von einer staatlichen Institution veröffentlichte Bestandsaufnahme eines Gebiets in eine subjektive Vorstellung einer Landschaft und fügt dem ohnehin schon detailliertem Datenreichtum weitere Informationsebenen hinzu: die Ansichtsperspektive, das Wetter, den Eindruck von Räumlichkeit und nicht zuletzt so etwas wie den zeitgenössischen Einfluss des Menschen auf die Umwelt, in der wir alle leben.

Die visuelle Wirkung der Bilder beruht zum einen auf dem Gegensatz der filigranen Kartenzeichnung und der pinseligen Malerei und zum andern auf der unterschiedlichen Lesbarkeit der Bilder auf kurze (Vogelperspektive der Karte) und weite Distanz (Ansichtsperspektive der Landschaft).